Die Erfahrung Weekend League

Credit: esport-manager.com/ Redaktion

Mein Name ist Nick und gehörte in den letzten drei Monaten dem Team des esport-manager.com an. Da nun mein Praktikum in dieser Woche endet und ich mit meinem Studium fortfahren werde, habe ich mir gedacht, ich drehe den Spieß mal um. In der letzten Zeit habe ich hauptsächlich den eFootball verfolgt und diesbezüglich recherchiert. 
Nun will ich zum Abschluss selber die Erfahrung machen, die Weekend League zu spielen. 
Zu mir selbst, mit sieben Jahren erhielt ich mein erstes FIFA, FIFA 2004 für den PC. Angefangen Ultimate Team zu spielen habe ich bei FIFA 13. Wie wir alle wissen hat es einen so gefesselt, dass es auch in den folgenden Jahren für mehrere Wochen, wenn nicht Monate, Spielzeit gesorgt hat. Nun hat sich das Spiel aber auch über die Jahre gewandelt, sodass ich zuletzt in FIFA 20 die Weekend League gespielt habe. 
Ich hatte einfach keine Lust jedes Wochenende dieses mittlerweile sehr „verschwitzte“ Spiel zu spielen und möglicherweise mein Mobiliar dadurch zu gefährden.


Vom Abschneiden her, lief es eigentlich gar nicht so schlecht. Ich pendelte am Ende der WL eigentlich immer zwischen Silber 1 und Gold 2 ein. Trotzdem erhielt man in den Belohnungen meistens nie einen der Topspieler, der ein paar Coins generieren könnte. Zudem weigerte ich mich neben den 50-70 Euro die man für das Spiel zahlen musste, plus das Sümmchen für PlaystationPlus, noch weiteres Geld in FIFA Points zu stecken um mit den anderen Teams mithalten zu können.


So trete ich die 26.Weekend League auch dieses Mal nicht mit einem Top Team an. Dazu muss man sagen, dass ich zuvor vielleicht erst 120 Spiele im FIFA 21 Ultimate Team bestritten habe. Mein Team gehört mit einem Wert von 350.000 Coins laut futbin.com nicht zu den stärksten Teams, ist aber definitiv sehr solide und hat auch seine Stärken.

 

Das Team

Formation/ Taktiken: 

Die zu sehende 4-3-3 (3) Formation ist nur für die Chemie dar. Im Spiel stelle ich auf die 4-2-2-2 Formation um. Bei den Taktiken lass ich mich in der Defensive zurückfallen und in der Offensive ist die Vorgabe ausgeglichen. Während des Spiels ändere ich eigentlich nie was an den Einstellungen.


Torwart/ Verteidigung: 

In der Defensive setzte ich auf die Stärke von „Hala Madrid“. Ein Grund dafür war allein, dass ich Sergio Ramos (untauschbar) gezogen habe. Ansonsten werden Raphael Varane und Ferland Mendy von den meisten FIFA Spielern gespielt. Womöglich aufgrund ihres Tempos kombiniert mit guten Defensivwerten. Im Tor vertraue ich dem ukrainischen Torwarttalent Andriy Lunin (Future Stars).


Mittelfeld:

Im defensiven Mittelfeld setzte ich auf Fred (Manchester United) und Paulinho (Guangzhou Evergrande). Wobei zur Halbzeit häufig Alphonso Davies (FC Bayern) für Fred einwechsele. Auf den offensiven Außen spiele ich rechts mit Raphinha und links mit Rodirgo Moreno (beide Leeds United). Obwohl ich je nach Stärke des Gegners schon in den ersten Minuten den wuseligen Mitchell van Bergen (SC Heerenveen) für Rodrigo bringe.


Sturm: 

Der Sturm ist das Prunkstück des Teams und bei meiner Schwäche in der Defensive um so wichtiger für mein Spiel. Hier setzte ich zum ein auf den OP- Stürmer Marcus Rashford (ManUnited) und auf die Rulebreakers Karte von Alex Teixeira (Jiangsu Suning). 

Mein Ziel

Mein Ziel für die WL ist es im zweistelligen Bereich Siege zu holen, ich denke das ist realistisch. Ob es für Gold 3 reicht, davon gehe ich eher weniger aus, würde mich aber um so mehr überraschen. Mentales Ziel ist es, so wenige Aggressionen zu verspüren, wie möglich :D 

Die Weekend League

Freitag den 26.3, um 9:30, begann die Erfahrung „Weekend League in FIFA 21“. Trotz eines soliden Beginns von drei Siegen und drei Niederlagen merkte ich schnell, dass es meine erste und vielleicht auch schon letzte Weekend League in FIFA 21 seien wird. 
Ob der Gegner ab der 60 Minuten mit einer ein-Tore-Führung im Rücken auf Ballbesitzt spielt und 10 Mann im und am eigenen Strafraum parkt. Oder man selber 12 Schüsse aufs Tor hat und der Gegner gerade mal 4, aber aufgrund von Spielern, wie CR7, Mbappe oder Neymar, mit 4:3 gewinnt. Alles Dinge die nicht unbedingt dazu beitragen die Weekend League lieben zu lernen. 
Der Freitag ging zu Ende mit vier Niederlagen in Serie. Diese gingen aufgrund der Stärke meiner Gegner alle in Ordnung. 


Am Samstag startete ich mit wenig Euphorie in die nächsten Spiele aufgrund der vorangegangenen Spiele vom Freitag. Auch an diesem Tag wollte mir das Spiel einen Seitenhieb verpassen und „schenkte“ mir bei einer 2:1 Führung in der 75. Minute einen ´Disconnect´. Super.
Trotz der geschenkten Niederlage, lief der Tag eigentlich ganz gut. Aus sieben Spielen holte ich immerhin vier Siege und stand somit insgesamt von der Bilanz her 7:10, womit ich auch sehr zufrieden war. 


Am Sonntag holte ich mir spielerische Unterstützung eines Freundes, der ein wenig besser ist als ich in FIFA 21. Mit ihm sollte das Ziel Silber 1 zu erreichen eigentlich machbar sein, bei noch 13 Spielen. Wir wechselten uns gegenseitig ab, Halbzeit um Halbzeit. Mit einem Freund, der das gleiche Dilemma aus der WL gewohnt ist, lassen sich die letzten Spiele viele besser absolvieren. Die Aggressionen haben nicht die gleiche Auswirkung, wie wenn man alleine spielen würde. Die bisher negative Bilanz konnten wir zu zweit in eine Ausgeglichene umwandeln, sodass ich nach 26 Spielen 13:13 stand. Das heißt natürlich auch, dass ich in den letzten vier Spielen sogar um einen Gold Rang spielen würde. Sogar Gold 2 (17 Siege) war noch möglich. 
Die letzten Spiele absolvierte ich in der Nacht von Sonntag auf Montag und es reichte zumindest für den Gold 3 Rang aus. Meine Schlussbilanz hieß 15:15. 
Dafür, dass es meine erste Weekend League in FIFA 21 war, bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. 
Trotzdem hat mich das Gameplay nicht so begeistert, dass ich nächstes Wochenende unbedingt wieder 30 „verschwitzte“ Spiele abhalten muss. Die Erfahrung der Weekend League bleibt eine Erfahrung und wird nicht zu einem Muss an den kommenden Wochenenden. Da macht es einen definitiv mehr Spaß den „Profis“, wie zum Beispiel Furky, auf den Online- Plattformen beim Schwitzten zuzuschauen. 
Ebenfalls hat mir der Sonntag gezeigt, dass das Gaming mit einem oder mehreren Freunden definitiv mehr Spaß macht, als würde ich dies alleine tun.